Dichtefraktionsanalyse zur technologischen Steuerung von Recyclingprozessen

Das Basis-Know-how ist nach wie vor die weltweit zum Patent erteilte Dichtefraktionsanalyse (DFA) und ihre Weiterentwicklung in den letzten 25 Jahren. Kunststoffgemische als Gemische unterschiedlicher Sorten oder Arten sind in der Regel nicht wieder stofflich verwertbar. Die zu lösenden Fragestellungen bei der Entwicklung von Recyclingverfahren sind:

Ist das Kunststoffgemisch trennbar? Welche der Eigenschaften sind es, die eine rentable Kennung und somit Differenzierung im Trennprozess zulässt? In welcher Reinheit sind die Kunststoffe trennbar? Welche Ausbeute an Kunststoff (Wertprodukt) wird erhalten? Welche Qualität haben die getrennten Kunststoffe für den Wiedereinsatz in die Produktion?

Jeder Stoff ist u.a. durch seine Dichte gekennzeichnet. Dieser Parameter gewährleistet eine Zuordenbarkeit zu Kunststoffarten und ist der Ausgangspunkt für eine neue Methode, um Kunststoffgemische in ihre Einzelkomponenten aufzutrennen, verschmolzene Produkte, gefüllte oder verstärkte Kunststoffe definitiv von nicht modifizierten Materialien abzugrenzen und zu trennen. Mit der speziell entwickelten DFA besteht die Möglichkeit in Trennschritten, deren Intervalle von 0,01 bzw. 0,001 g/cm³ gewählt werden können, das Dichtefeld der Kunststoffgemische aufzunehmen. So werden die Polymerarten, zum Teil die Polymersorten, voneinander getrennt. Es entstehen Dichtespektren mit einer hohen Auflösung und einer guten Reproduzierbarkeit. Eine quantitative Auswertung mittels DFA, lässt die Prognostizierung von Mengenbilanzen aufzutrennender Kunststoffe zu. Die Auswahl der Anlagentechnik und der Entwicklung der Verfahrenstechnik für jegliche Trennverfahren wird vom Input, Massestrom und der geforderten Endqualitäten der zu trennenden Polymere bestimmt. Die Methodik der DFA bietet im Vorfeld von Technologieentwicklungen im Recyclingbereich Aufwand, Nutzen, entstehende Produkteigenschaften und damit verbundene neue Märkte und Einsatzgebiete zu überprüfen, um unternehmensbezogen die effektivste Variante zu finden.

Aufbauend auf diese Methode sind durch systematische Entwicklungen der letzten 25 Jahre neue Kunststofftrenntechnologien sowie Produktentwicklungen von Sekundärkunststoffen entwickelt worden.

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